Nachgemeinderatsversammlung vom 12.11.2014


„Die Freiwillige Feuerwehr in Anger muss auch in Zukunft leistungsfähig und technisch gut ausgestattet bleiben“, so Gemeinderat Franz Enzinger in seiner Rückschau auf die jüngste Gemeinderatssitzung. „Dabei ist dann für ihn nicht entscheidend“, so Enzinger weiter, „in welcher Organisationsform die optimale Einsatzbereitschaft der Feuerwehr als gemeindliche Pflichtaufgabe sichergestellt wird.“.

Ein weiteres Thema bei der Nachgemeinderatsversammlung des Vereins „Miteinand' für Anger“ war des Weiteren die unbefriedigende Parksituation an der Dorfstraße in Aufham, die wohl nur durch die Vernunft aller Anlieger gelöst werden kann, damit nicht unpopuläre Verbotsanordnungen getroffen werden müssen.

Gemeinderat Bernhard Koch berichtete schließlich noch von der Präsentation der Autobahndirektion Südbayern im Landratsamt. Diese hat für ihn nur einerseits ein befriedigenden Ergebnis gezeigt, nämlich den Verzicht auf die Nordumfahrung Piding, die andererseits aber ohne Rücksicht auf die tatsächliche Verkehrsbelastung nach wie vor einen überdimensionierten 6+2-Ausbau als Grundlage hat und für die lärmgeplagten Anwohner an der Bestandstrasse keine effektiven Verbesserungen bringt. Für ihn ist nach wie vor eine Einhausung im Ortsbereich von Piding unverzichtbar, damit kein riesiger Wall den Ort durchtrennt und trotzdem ein guter Lärmschutz sichergestellt wird.

Wesentlich emotionaler stellt sich der geplante Ausbau der Holzhauserstraße dar, wie die folgende Diskussion mit Anwohnervertretern zeigte. Deren Sprecher Hans Kirchner konnte so gar kein Verständnis dafür aufbringen, dass in ein und demselben Straßenzug die Anlieger mit ganz erheblich unterschiedlichen Beitragssätzen zu den Ausbaukosten herangezogen werden. Er betonte, dass die Anwohner zwar durchaus bereit sind, sich in einem erträglichen Maße an diesen Ausbaukosten zu beteiligen. Andererseits ist für ihn nicht nachvollziehbar, „dass die seit Jahrzehnten bestehende und viel befahrene Holzhauserstraße, die zudem in erheblichem Umfange Durchgangsverkehr zu bewältigen hat, jetzt plötzlich als „Erschließungsstraße“ erstmalig auszubauen ist“. Enttäuscht zeigte sich Kirchner auch davon, dass eine knappe Mehrheit im Gemeinderat sich nicht in der Lage sah, einen konkreten zeitlichen Aufschub für den Ausbau der dieser Straße zuzusichern, um den die Anwohner einmütig gebeten hatten.

Abschließend empfahl Gemeinderat Günter Wolf den Anliegern, alle einschlägigen Fakten zusammenzutragen, die gegen eine Einstufung als Erschließungsstraße sprechen um diese dann spätestens beim Erlass der Gebührenbescheide, nötigenfalls auch im Zuge eines Verwaltungsgerichtsverfahrens, dagegen mit Aussicht auf Erfolg vorzubringen.

 

18.11.2014 Miteinand' für Anger e.V. 


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Nachgemeinderatsversammlung vom 12.11.2014
Schwerpunkt: Einheimischenmodell, Ausbaukosten Holzhauserstraße, Wiagsagschneidn
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