Nachgemeinderatsversammlung vom 13.08.2014


„Nach dem ermutigenden Auftakt mit dem in diesem Jahr kürzlich erstmals ausgetragenen Alpenfeuer wird als Pilotversuch im Dezember erstmals ein Wintersonnwendfeuer veranstaltet“, entschied der Verein Miteinand' für Anger einmütig anlässlich seiner letzten Mitgliederversammlung.

In ihrem Rückblick auf das vergangene Veranstaltungswochenende zeigte sich die Vereinsvorsitzende Elke Walcher durchaus zufrieden mit dem Ablauf und der Resonanz beim Alpenfeuer und vor allem bei dem vorhergegangen Kindernachmittag, der im Rahmen des Angerer Ferienprogramms angeboten worden war und bei dem die Ferienkinder das Leben und Treiben auf einem Biobauernhof mit all' seinen Facetten kennen lernen konnten. Ihr besonderer Dank galt dabei der Familie Koch, die am Auerweg nicht nur das Anwesen für beide Aktionen zur Verfügung gestellt, sondern die auch die Hauptlast des damit verbundenen ganz erheblichen Arbeitsaufwandes gestemmt hatte.

 

Sie äußerte die Hoffnung, dass auch das angestrebte Wintersonnwendfeuer auf ähnliches Interesse im Ort stößt und damit als Mahnung zum Schutz und zum Erhalt der Natur Gewicht erhält aber auch als Erinnerung daran gesehen wird, dass die Tage endlich wieder länger werden und der Natur und den Menschen wieder mehr Licht spenden.

 

In seiner kurzen Rückschau auf die vorhergegangene Gemeinderatssitzung bedauerte Gemeinderat Günter Wolf, dass sich der neue Geschäftsführer des Porsche-Traumwerks so zurückhaltend hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort geäußert hatte, begrüßt dagegen allerdings die Ausführung von BGLT-Geschäftsführer Stephan Köhl, der der Gemeinde Anger Mut machte hinsichtlich der positiven Auswirkungen des Traumwerks und ihr dazu riet, das Thema offensiv anzugehen und unter anderem gute Wegeverbindung vom Dorf dorthin zu schafften sowie das ihrige zur Belebung des Dorfplatzes auf den Weg zu bringen.         

 

Schwierig, vor allem kostspielig könnte für die Anwohner hingegen der geplante Ausbau der Holzhauserstraße werden. Hier rief der Gemeinderat dazu auf, nach Lösungen zu suchen, die einerseits einen befriedigenden Ausbauzustand der Straße sichern, andererseits die Anwohner nicht über Gebühr belasten.

 

Erschreckt zeigte sich Wolf allerdings davon, dass die Gemeindeverwaltung den von ihm geforderten Einbau eines Behindertenaufzuges in das absolut nicht barrierefreie Rathaus in Anger als „Luxus“ bezeichnete, bei dem zu fragen sei, ob man sich diesen leisten wolle. Nachdem er nahezu während seiner gesamten beruflichen Tätigkeit stets mit Menschen zu tun hatte, die auf Grund einer schweren Behinderung stark gehandicapt waren, ist es ihm absolut unverständlich, dass in Zeiten von Inklusion und Teilhabe die Notwendigkeit eines Behindertenaufzuges im Rathaus in Frage gestellt wird. Dies um so mehr, als der Freistaat Bayern erst kürzlich ein Förderprogramm für ein barrierefreies Bayern beschlossen hat und derzeit die Verwaltung der Gemeinde weder von Rollstuhlfahrern noch von Müttern mit Kinderwägen direkt erreicht werden kann.

 

19.08.2014 Miteinand' für Anger e.V.     


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Nachgemeinderatsversammlung vom 13.08.2014
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