Nachgemeinderatsversammlung vom 21.07.2014


Neben den Vorbereitungen für das Alpenfeuer, das in diesem Jahr am 9. August nahe der Autobahn entzündet wird, befasste sich die jüngste Nachgemeinderatsversammlung des Vereines „Miteinand' für Anger“ vorrangig mit dem Thema „Ausbau der Holzhauserstraße“ sowie den Ausführungen der Autobahndirektion Südbayern zum Stand der Planungen beim Ausbau der A 8 im Gemeindebereich Anger.

 

Die Alpenfeuer wurden bereits vor Jahren geschaffen, sind Mahnung zum Erhalt der einmaligen Alpenlandschaft und zur Bewahrung einer intakten Natur  und werden seither regelmäßig Mitte August an besonders betroffenen Stellen entlang der Alpen entfacht. In Anger soll das Feuer  im Zusammenwirken mit der überregionalen Bürgerinitiative „A 8 – Bürger setzen Grenzen“ für einem vernünftigen, landschaftsschonenden und anliegerfreundlichen Ausbau der Bundesautobahn A 8 werben und daran erinnern, mit der sensiblen Natur im Voralpenraum sorgsam umzugehen.

 

In seiner Replik zu den jüngsten Gemeinderatssitzungen zeigte sich Günter Wolf erfreut, dass endlich grundsätzlich etwas für die Holzhauserstraße getan werden wird und dass die Anlieger erstmals und bereits frühzeitig in alle dahingehenden Überlegungen einbezogen werden.   

    

Weniger Anlass zur Freude gab allerdings der Bericht der Autobahndirektion Südbayern zum Stand der Ausbauplanungen für die Autobahn. So hätten die Schadstoffmessungen entlang der Autobahn und an ausgewählten Standorten zwar keine unzulässigen Schadstoffkonzentrationen ergeben. Dies bedeutet im Umkehrschluss aber, dass aktuell ebenso wie bei einem künftigen Ausbau auch keine entsprechenden Schutzvorrichtungen vorgesehen sind. Wobei zu befürchten ist, so der Gemeinderat in seiner Einschätzung der Konsequenzen, dass die jetzt bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung auf Sicht wohl wieder aufgehoben wird.

 

Und auch ansonsten war den Ausführungen der Autobahndirektion für Anger nichts Gutes zu entnehmen. Die derzeitigen Vorstellungen der Autobahnplaner gehen nach wie vor davon aus, dass lediglich in Aufham eine kurze Einhausung von 400 Metern verwirklicht wird und dass sich Anger mit einer Tieferlegung der Fahrbahn um etwa vier Meter im Ortsbereich begnügen muss. Bei dieser Variante befürchtet Wolf, der auch Vorsitzender des Aktionsbündnisses Högltunnel ist, dass sich in absehbarer Zeit die im Stoisser Achental durch die Autobahn entstehenden Schadstoffe frei ausbreiten können und der Lärmbelastung in keiner Weise Einhalt geboten wird. „So werden nicht nur die Anwohner auf Jahrzehnte hinaus weiterhin unzumutbarem Lärm und Gestank ausgesetzt sein, auch der touristischen Entwicklung der Gemeinde ist eine solche Planung mehr als abträglich“, so sein abschließendes Fazit zu der überraschenden weil nicht angekündigten Präsentation zum Stand der Ausbauplanungen der A 8.

 

 

21.07.2014 Miteinand' für Anger e.V.


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Nachgemeinderatsversammlung vom 21.07.2014
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