Nachgemeinderatsversammlung vom 22.09.2014


Nachdem in der letzten Sitzung des Gemeinderates Anger die Aktivitäten des Vereins einen Schwerpunkt bildeten und heftig angegriffen wurden, standen diese Themen neben den Vorbereitungen für die erstmalige Wintersonnwendfeier im Mittelpunkt der jüngsten Nachgemeinderatsversammlung von „Miteinand‘ für Anger“.

 

Vorab zeigte sich die Vorsitzende Elke Walcher verwundert darüber, dass die Pressearbeit eines Vereins Thema einer Gemeinderatssitzung war. Der Verein bemühe sich jedenfalls um eine objektive Darstellung der Vorgänge, wobei natürlich auch abweichende Meinungen durchaus zum Tragen kommen.    

Enttäuscht zeigte sich Gemeinderat Franz Enzinger vor allem darüber, dass in der Frage des Einbaues eines Aufzuges in das Rathaus vom Gemeinderat so gar keine Bereitschaft zu erkennen war, sich intensiver mit der Thematik Barrierefreiheit auseinander zu setzen und alle Möglichkeiten finanzierbarer technischer Lösungen auszuloten. So werden wohl die gehbehinderten Bürger von Anger, aber auch junge Mütter mit ihrem Kinderwagen, weiterhin auf die jüngst installierte, zwar überdachte, aber außerhalb des Rathauses befindliche Klingel angewiesen sein, die nicht einmal, wie fast jede Haustürklingel, über eine Gegensprechanlage verfügt. 

Er werde sich jedenfalls weiter um eine finanzierbare Lösung bemühen und verwies dabei unter anderem auch auf den Kommunalgipfel des Freistaates Bayern in diesem Herbst, der die Frage der Barrierefreiheit in kommunalen Einrichtungen in den Mittelpunkt rücken wird.

In seiner Rückschau bemängelte Enzinger auch, dass die im Hinblick auf die Eröffnung des Porschemuseums im kommenden Frühjahr so dringend notwendige Sanierung des Dorfplatzes in Anger so gar nicht vorankommt. Weder von Seiten der Verwaltung noch aus den Reihen des Gemeinderates sind Konzepte und Wege erkennbar, wie man, gemeinsam mit den Anwohnern des Dorfplatzes, zu vernünftigen und bezahlbaren Lösungen kommt. Dabei solle natürlich der historische Charakter des Dorfplatzes mit seiner einmaligen Architektur erhalten bleiben. Andererseits bietet gerade dieser historische Ortskern die Möglichkeit, in behutsamen Lösungen Althergebrachtes und neue Gestaltungselemente sinnvoll miteinander zu verbinden. Und gerade die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Dorfsanierungsprogrammes des Freistaates Bayern bieten hier ausgezeichnete Chancen, mit relativ geringen Eigenmitteln dem „Anger“ eine lebendige, auch wirtschaftlich solide Zukunft zu sichern und die Perspektiven, die aus dem Porschemuseum erwachsen, für die Gemeinde zu deren Vorteil zu nutzen. Dass eine solche Dorfsanierung viel Ideenreichtum und viel Engagement, aber auch viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Anwohnern verlangt, sollte nicht abhalten davor, jetzt aktiv zu werden und zum Wohle der Gemeinde zügig erste Schritte zu setzen.

 

 

24.09.2014 Miteinand' für Anger e.V.


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Nachgemeinderatsversammlung vom 22.09.2014
Versammlung vom 22.09.2014
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