Nachgemeinderatsversammlung vom 13.07.2016


Pressemitteilung

 

Obwohl die Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung relativ kurz gehalten war, sorgte sie bei der folgenden Nachgemeinderatssitzung des Vereins „Miteinand' für Anger" für reichlich Gesprächsstoff.

So konnte vorab die Vereinsvorsitzende Elke Walcher erfreut feststellen, dass die Gemeinde bei eventuellen Schäden am Prälat-Kolbeck-Weg, die infolge der regen Bautätigkeit im Erschließungsgebiet Unterranger entstehen, in der Verantwortung steht und die Anlieger frühestens nach Ablauf der üblichen Frist nach der Ausbaubeitrags-satzung, also frühestens nach 20 bis 25 Jahren, als Kostenpflichtige herangezogen werden.

 

Positiv war aus Ihrer Sicht auch die Aussage der Bürgermeisters anlässlich der Vorstellung des städtebaulichen Konzeptes rund um das Schwimmbadgelände in Aufham dass die Mittagsbetreuung der Grundschüler, die immer stärker in Anspruch genommen wird, zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehöre.

 

Kritisch hingegen sah Gemeinderat Bernhard Koch die Entwicklung der beiden selbständigen Feuerwehren Anger und Aufham. Er monierte vor allem, dass bei der Konzipierung des neuen Feuerwehrhauses in Aufham, das nach den Vorstellungen der Gemeindeverwaltung im Schwimmbadgelände entstehen soll, der federführende Feuerwehrkommandant in Anger nicht beteiligt wurde. „Zu einem guten Miteinander der beiden Feuerwehren", so Koch, „gehört nun mal, dass beide Kommandanten frühzeitig und gegenseitig in wichtige Entscheidungsabläufe einbezogen werden". „Dies um so mehr" , ergänzte Koch, „als beide Feuerwehren so aufgestellt sind, dass sie sich auch im praktischen Einsatz ergänzen sollen".

 

Zu dem Thema Bauland für Gewerbebetriebe monierte Gemeinderat Franz Enzinger, dass im Gemeindegebiet keinerlei Flächen für die Ansiedlung von Gewerbetrieben zur Verfügung stehen. Und dies, obwohl einheimische Handwerksbetriebe dringend solche Flächen benötigen. „Es wäre fatal", betonte Enzinger, „wenn sich diese Betriebe mangels entsprechender Perspektiven in Anger in anderen Gemeinden ansiedeln müssten. Damit gingen dann nicht nur Arbeitsplätze vor Ort verloren, auch die Gewerbesteuer, die einer der Stützen des gemeindlichen Haushaltes ist, wäre dann auf Dauer wohl verloren", begründete er seine Bedenken zur jetzigen Situation. Schließlich war er sich mit Gemeinderat Günter Wolf einig, dass das bestehende Gelände des ehemaligen Heizkraftwerkes eine Alternative wäre, um endlich ein Gewerbegebiet auszuweisen, das dann auch als solches zu wirtschaftlich tragbaren Bedingungen erworben werden kann. „Auch wenn dieses Areal", fügte Wolf hinzu, „sicher nicht ideal als Standort für ein Gewerbegebiet ist, so ist es augenblicklich offenbar die einzige reelle Alternative, um eine Abwanderung der betroffenen Handwerksbetriebe zu vermeiden". „Dabei ist es ihm wichtig und entspricht den Vorgaben der gemeindlichen Entwicklungs-leitlinien", fügte der Gemeinderat abschließend an, „dass im Vorfeld durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen sichergestellt wird, dass sich dort ausschließlich heimisches Gewerbe ansiedeln kann und nicht großflächige Lagerhallen entstehen, die das Orts- und Landschaftsbild dauerhaft schädigen".

 

19.07.2016 G. Wolf


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Nachgemeinderatsversammlung Miteinand für Anger e.V. vom 13.07.2016
Schwerpunkte der Versammlung: Folgekosten für mögliche Straßenschäden wegen Bautätigkeit im Erschließungsgebiet Unterranger, Mittagsbetreuung der Grundschüler, Konzipierung des neuen Feuerwehrhauses in Aufham im Schwimmbadgelände, Bauland für Gewerbetreibende in der Gemeinde Anger
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