Nachgemeinderatsversammlung vom 08.11.2017


 

 Pressemitteilung  

 

Mit der Sanierung des gemeindlichen Kindergartens sowie dem Neubau des Feuerwehrhauses in Aufham, mit dem sparsamen Umgang mit Bauland sowie letztmals mit dem Ausbau der Holzhauserstraße standen gewichtige Themen auf der Tagesordnung der jüngsten Nachgemeinderatsversammlung von „Miteinand‘ für Anger e.V." Dabei zeigte sich, dass die vom Gemeinderat kürzlich beschlossene Kombination von Kindergarten und Feuerwehr in einem Gebäude und auf einem relativ beengten Grundstück an der Kirchenstraße deutliche Mängel aufweist.

 

So kritisierte Gemeinderat Franz Enzinger, dass künftig auf dem Areal noch weniger Platz für die Kinder sein wird, nachdem sich die Kubatur des Gebäudes um mehr als vierhundert Kubikmeter erhöht und weitere Parkplätze für Kindergarten und Feuerwehr geschaffen werden. Er störte sich auch daran, dass für Um- und Neubau des kombinierten Gebäudes noch keinerlei zuverlässige Kostenberechnungen vorliegen und trotzdem bereits ein Bauantrag eingereicht wird. Ein weiterer entscheidender Punkt für ihn war jedoch vor allem, dass mit der jetzt gefundenen Lösung künftige räumliche Erweiterungen für den Kindergarten und für die Feuerwehr ausgeschlossen werden. Er sprach sich dafür aus, für den Kindergarten nach einem geeigneten Areal Ausschau zu halten und dort einen Neubau zu errichten, der einerseits dem jetzigen Platzbedarf und den heutigen Standards genügt, der andererseits aber auch Raum für Entwicklungen lässt. Hierzu ergänzte Gemeinderat Bernhard Koch, dass er sich eine Situierung auf dem Gelände des Schwimmbades zum Schulgebäude hin vorstellen könne, nachdem der jetzige, künftig nicht mehr benötigte Eingangsbereich des Schwimmbades wegfällt und Platz für zusätzliche Liegeflächen schafft.

 

Ausgehend von einem privaten Bauantrag forderte Koch schließlich, dass künftig mit Bauland wesentlich sparsamer umgegangen wird, um dem grassierenden Flächenfraß Einhalt zu gebieten. So verständlich der Wunsch nach einem Eigenheim auch ist, könnten die Grundstücke unter dem Gesichtspunkt der Verdichtung durchaus etwas kleiner gehalten und durch vermehrte Doppel- und Reihenhäuser wertvolles Bauland gespart werden. Und auch bei der Umwidmung bestehender Gebäude zu Wohnzwecken sollte grundsätzlich großzügiger verfahren werden, um so ohne eigentlichen Landverbrauch Wohnraum zu schaffen.

 

Durchaus erfreuliches hatte schließlich Gemeinderat Günter Wolf zum Thema Sanierung der Holzhauserstraße zu vermelden. Nachdem der bayerische Gesetzgeber bereits zum 01.04.2016 beschlossen hatte, dass Gemeinden auf einen Teil der Erschließungsbeiträge dann verzichten können, wenn der Beginn der erstmaligen technischen Herstellung einer Erschließungsstraße mehr als 25 Jahre zurückliegt und die Gemeinde eine solche Regelung vor einigen Monaten in ihre Erschließungsbeitragssatzung aufgenommen hatte, wurde jetzt der Weg im konkreten Fall Holzhauserstraße dafür geebnet, auch tatsächlich auf ein Drittel der Erschließungsbeiträge für den vorderen Teil der Holzhauserstraße zu verzichten. Dies war man nach Ansicht von Wolf auch den Anliegern in hohem Maße geschuldet, nachdem für den hinteren Teil der Straße von vorneherein nur die deutlich geringeren Ausbaubeiträgen anfallen und es für den Außenstehenden wenig verständlich war, für die schon seit Jahrzehnten in gleicher Weise genutzte Straße bei der Beitragsbemessung zweierlei Maßstäbe anzulegen.

 

Einig war sich letztlich die Versammlung auch darin, das auf Vorschlag des 2. Vorsitzenden Reinhold Walter angerissene Thema altersgerechtes Wohnen in alternativen Wohnformen intensiv weiter zu verfolgen und in den Gemeinderat zur Diskussion einzubringen.

12.11.2017 G. Wolf


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Nachgemeinderatsversammlung Miteinand für Anger e.V. vom 08.11.2017
Schwerpunkte der Versammlung: Sanierung des gemeindlichen Kindergartens, Neubau des Feuerwehrhauses in Aufham, sparsamer Umgang mit Bauland, letztmals Thema Ausbau der Holzhauserstraße, altersgerechtes Wohnen in alternativen Wohnformen
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