Nachgemeinderatsversammlung vom 10.05.2017


 

Pressemitteilung

 

Obwohl das Thema Gewerbegrund für einheimische Betriebe in Anger nicht auf der Tagesordnung der vorhergegangenen Gemeinderatssitzung stand, sondern lediglich bei der Bürgerversammlung angesprochen worden war, stand es auf der Themenliste bei der Nachgemeinderatsversammlung, zu der  „Miteinand‘ für Anger“ kürzlich eingeladen hatte, ganz oben.

 

Für Gemeinderat Franz Enzinger war es schlicht unverständlich, warum Bürgermeister Silvester Enzinger immer wieder das Fehlen von Gewerbegrund in Anger beklagt und andererseits vor nicht all‘ zu langer Zeit die Ausweisung eines  Gewerbegebietes, das sich in Anbetracht seiner begrenzten Größe gerade für die Umsiedlung einheimische Betriebe geeignet hätte, abgelehnt worden war.

 

Besonders für eine kleinere, ländlich strukturierte Gemeinde wie Anger wäre es zukunftsweisend, nicht nach großen, flächenvernichtenden Gewerbeansiedlung Ausschau zu halten, sondern dafür zu sorgen, dass die ortsansässigen Betriebe sich maßvoll erweitern können. Und hier sieht Gemeinderat Enzinger erhebliche Versäumnisse von Seiten der Gemeinde.      

 

Er rief den Bürgermeister dazu auf, in diesem Punkt aktive Bodenpolitik zu betreiben und zuerst mit dem Grundstückeigner darüber zu sprechen, ob und unter welchen Bedingungen dieser bereit wäre, das besagte Grundstück, das jetzt durch eine  Bauruine direkt an der Autobahn nun wirklich keinen positiven Eindruck vermittelt, für eine Gewerbeansiedlung zur Verfügung zu stellen.

 

Ebenfalls unzufrieden mit den gemeindlichen Entscheidungen zeigte sich Gemeinderat Bernhard Koch beim Thema Einbeziehungssatzung Hochkreuzstraße. Wenn er auch viel Verständnis für den Wunsch nach günstigem Bauland für weichende Erben habe, so Koch,  dürften dabei allerdings nicht fundamentale Fehler bei der Erschließung gemacht werden. Es hat sich nach seiner Erfahrung immer wieder gezeigt, dass bei einer problematischen Erschließung, wie sie hier durch eine sehr schmale Anbindung an die Hochkreuzstraße zweifellos gegeben ist, auf Dauer

 

kritische Situationen entstehen, die dann nur schwerlich zu lösen sind und letztlich ja doch der Gemeinde angelastet werden. „Für ihn war dies“, bekräftigte der Gemeinderat das Thema abschließend, „ein ganz wesentlicher Grund dafür, dass er der Einbeziehungssatzung in dieser Form nicht zugestimmt habe“.

 

Zu einer letztlich wesentlich erfreulicheren Entwicklung konnte dann Gemeinderat Günter Wolf überleiten. Obwohl der Ausbau der Holzhauserstraße über viele Monate hinweg für reichlich Unmut bei den Anliegern sorgte, hatte der Gemeinderat erst kürzlich eine Änderung der Erschließungsbeitragssatzung auf den Weg gebracht, mit der es erstmals möglich ist, unter bestimmten Voraussetzungen auf einen Teil des Erschließungsbeitrages, der ja in beträchtlicher Höhe die Anwohner belastet, zu verzichten. Dieser Verzicht muss konkret allerdings erst noch vom Gemeinderat beschlossen werden. Wolf sicherte den anwesenden Anliegern zu, „dass er einen solchen Verzicht für die nächste Gemeinderatssitzung beantragen wird, damit die unendliche Geschichte Ausbau der Holzhauserstraße schließlich doch noch zu einem leidlich guten Ende geführt werde“.  

 

Vertrösten lassen musste sich die Versammlung allerdings im Hinblick auf die anstehenden gemeindlichen Investitionen bei der Mittagsbetreuung in der Grundschule, bei der Erweiterung der Kindergärten, beim Staufenbad, beim Alten Feuerwehrhaus, genauer, bei einem künftigen Pfarrheim in Anger, sowie beim Feuerwehrhaus in Aufham und letztlich bei einer angedachten Erweiterung des Rathauses, da diese Fragen im Rahmen einer Klausurtagung des Gemeinderates informell vorbesprochen und wohl erst bei der nächsten Gemeinderatssitzung öffentlich diskutiert werden. 

 

15.05.2017 G. Wolf


Download
Nachgemeinderatsversammlung Miteinand für Anger e.V. vom 10.05.2017
Schwerpunkte der Versammlung: Gewerbegrund für einheimische Betriebe in Anger, Einbeziehungssatzung Hochkreuzstraße, Änderung der Erschließungsbeitragssatzung Holzhauserstraße, gemeindlichen Investitionen bei der Mittagsbetreuung in der Grundschule, Erweiterung der Kindergärten, angedachte Erweiterung des Rathauses
Pressemitteilung15052017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 12.5 KB