Nachgemeinderatsversammlung vom 12.04.2017


 

Pressemitteilung 

 

 

Neben dem Dauerthema „Ausbau der Holzhauserstraße“, und hier vor allem die Beteiligung der Anwohner an deren Finanzierung, standen mehrheitlich Bauthemen im Mittelpunkt der Nachgemeinderatssitzung, zu der „Miteinand‘ für Anger e.V.“ kürzlich eingeladen hatte. 

 

Dabei war es für Gemeinderat Bernhard Koch in seiner Rückschau auf die vorangegangene Gemeinderatssitzung wichtig, darauf hinzuweisen, dass bei Bauvorhaben, insbesondere dann, wenn sie nachträglich in einen Bebauungsplan einbezogen werden sollen, unbedingt auf eine ausreichende wegemäßige Erschließung geachtet wird. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde in der Vergangenheit einer ganzen Reihe von Bauvorhaben zugestimmt hatte, bei denen die Zufahrt bei weitem nicht ausreichend ist, und dies heute zu teilweise nur schwer lösbaren Problemen führt. 

 

„Er hat daher“, so ergänzte Gemeinderat Franz Enzinger, „größte Bedenken, wenn jetzt wieder in der Hochkreuzstraße einem Bauvorhaben zugestimmt wird, bei dem die Zufahrt allein schon nach Auffassung des Landratsamtes ungenügend ist und sicher über kurz oder lang zu Schwierigkeiten führt“. Andererseits sieht der Gemeinderat durchaus das Bedürfnis Einheimischer, Bauland zu günstigen Konditionen zu erhalten, wünscht sich jedoch dafür Lösungen, die auch auf längere Sicht befriedigend sind. 

 

Erfreuliches konnte hingegen Gemeinderat Günter Wolf zum Thema Beteiligung der Anwohner an den Kosten des Ausbaues der Holzhauserstraße vermelden. Hier hatte ja der Gemeinderat anlässlich der vorangegangenen Sitzung einer wichtigen Änderung der Erschließungsbeitragssatzung zugestimmt. Diese sieht vor, dass die Gemeinde dann auf ein Drittel des Erschließungsbeitrages verzichten kann, wenn seit Beginn der erstmaligen technischen Herstellung der Erschließungsstraße mindestens 25 Jahre vergangen sind und die Beitragspflicht bis zum 31. März 2021 entsteht. 

 

Diese Voraussetzungen sind nach Wolfs Auffassung zweifelsfrei gegeben, da es sich bei dem in Betracht kommenden Abschnitt der Holzhauserstraße nach bisheriger Ansicht der Gemeinde um eine Erschließungsstraße handelt und diese auch ganz offensichtlich vor mehr als 25 Jahren erstmalig technisch hergestellt worden ist. Er wird sich jedenfalls zeitnah dafür einsetzen, dass nach der nun erfolgten Satzungsänderung  der Teilerlass auch ganz konkret für die Holzhauserstraße im Gemeinderat beschlossen wird. 

 

Schließlich waren sich die Versammlungsteilnehmer im Hinblick auf die in der Gemeinde anstehenden Investitionen einig, dass auch unter Berücksichtigung  der beachtlichen Rücklagen im Gemeindehaushalt in allernächster Zeit im Gemeinderat Grundsatzentscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen sind. Dabei handelt es sich neben der dringend notwendigen Erweiterung der Mittagsbetreuung an der Grundschule um die ebenso dringliche Lösung der Kindergartenproblematik, um endgültige Entscheidungen zum Feuerwehrhaus in Aufham, um die Zukunft des alten Feuerwehrhauses in Anger, nachdem das bisherige Pfarrheim kurzfristig für Kindergartenzwecke benötigt wurde, aber auch langfristig um eine Erweiterung des Rathauses in Anger und letztlich auch um eine Dorfplatzsanierung, die in Anbetracht dessen baulichen Zustandes wohl nicht länger hinausgezögert werden kann. 

 

18.04.2017 Günter Wolf             

 


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Nachgemeinderatsversammlung Miteinand für Anger e.V. vom 12.04.2017
Schwerpunkte der Versammlung: Neben dem Dauerthema „Ausbau der Holzhauserstraße“, und hier vor allem die Beteiligung der Anwohner an deren Finanzierung, standen mehrheitlich Bauthemen im Mittelpunkt der Nachgemeinderatssitzung, weiters Bebauungsplan, Bauvorhaben Hochkreuzstraße evtl. ungenügende Zufahrtsmöglichkeit, anstehende Investitionen, Erweiterung Mittagsbetreuung, Lösung für Kindergartenproblematik, Feuerwehrhaus Anger und Aufham, Dorfplatzsanierung.
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