Nachgemeinderatsversammlung vom 12.07.2017


 

Pressemitteilung 

 

Der Gemeinde Anger stehen in den nächsten Jahren bedeutende und zukunftsweisende Investitionen ins Haus. Für diese Vorhaben hatte der Gemeinderat kürzlich im Rahmen einer Sondersitzung grundsätzlich Grünes Licht gegeben. Folglich war auch die von „Miteinand‘ für Anger" anberaumte Nachgemeinderatsversammlung von dieser Thematik geprägt.

 

Dabei war das Echo auf die von den Ratsmitgliedern getroffenen Entscheidungen durchaus unterschiedlich. Einhellig begrüßt wurde vor allem das Votum, die derzeit vorübergehend im Angerer Kindergarten untergebrachte dritte Kindergartengruppe auch auf Dauer dort zu belassen. Nachdem hierzu noch einschlägige Verhandlungen mit dem erzbischöflichen Ordinariat in München zu führen sind, gab Gemeinderat Bernhard Koch seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese Gespräche zum einen zügig, zum anderen jedoch von beiden Seiten mit dem Willen geführt werden, zu einem beiderseits tragbaren Abschluss zu kommen.

 

Nicht recht glücklich war hingegen Gemeinderat Franz Enzinger mit der Entscheidung beim Standort Aufham. Dort soll ja, wie berichtet, nach dem Willen des Gemeinderates nicht nur der Kindergarten saniert und ausgebaut, sondern auf dem gleichen Areal der Neubau des Feuerwehrgerätehauses errichtet werden.

 

Und hier sieht Enzinger erhebliche Probleme auf die Gemeinde, aber auch auf die künftigen Nutzer zukommen. Mit einer solchen Situierung auf dem jetzt schon relativ beengten Areal sind für die nächsten Jahrzehnte für beide Einrichtungen, also für den Kindergarten wie für die Feuerwehr, jegliche Erweiterungsmöglichkeiten ausgeschlossen. Zudem verschlechtert sich die Spielplatzsituation des Kindergartens, die Belichtung der vorhandenen wie der zusätzlichen Räume des Kindergartens leidet unter der Verdichtung der Bebauung, der Zugang zum Kindergarten wird wie bisher wenig einladend und beschwerlich bleiben und erhalten, eher verschärft wird die Parkplatzknappheit vor den Gebäuden, die bereits jetzt nicht selten kritisch ist.

 

„Er hätte sich gewünscht", so Enzinger, „dass eine zukunftsweisende Lösung möglich wird, die einerseits die unglückliche Kombination von Kindegarten und Feuerwehr auf engstem Raume vermeidet, und andererseits aber zu einer vernünftigen Nähe von Schule und Kindergarten führt". „Leider", so der Gemeinerat weiter, „wurden in dieser Richtung weder Gespräche geführt, noch Untersuchungen angestellt".

 

Schließlich befasste sich die Vereinsvorsitzende Elke Walcher intensiv dem Thema

 

„Erweiterung des Rathauses". Zum einen sah sie hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung in Anger dafür keinerlei Dringlichkeit – die Einwohnerzahlen stagnieren im wesentlichen seit geraumer Zeit – und selbst wenn die Grenze von 5000 Einwohnern irgendwann nach dem Jahre 2020 überschritten werden sollte, wirkt sich dies auf die Größe des Gemeinderates frühestens 2026 aus; und bis dahin ist noch sehr viel Zeit, an eine Erweiterung des Rathauses zu denken.

 

„Sie begrüße daher den Passus in der Gemeinderatsentscheidung und würde ihm auch Vorrang einräumen", so die Vereinsvorsitzende weiter, „einhergehend mit den Erweiterungsplänen die Nutzungsmöglichkeiten im Bestand zu prüfen". Auch ist nach ihrer Kenntnis in keiner Weise geklärt, inwieweit zusätzliche personelle Verstärkungen notwendig und mit welchen Aufgaben diese betraut werden sollen.

 

Einig waren sich die Versammlungsteilnehmer darin, dass es jetzt höchste Zeit wird, die dringlichen Investitionen in die Mittagsbetreuung und in die Kindergärten nach einem längeren Stillstand zeitnah auf den Weg zu bringen und mit Bedacht und Sorgfalt die übrigen Vorhaben wie Feuerwehrhäuser; Pfarrheim und Rathaus anzugehen.

 

21.07.2017 G, Wolf

 

Bildhinweis: Bereits jetzt ist der Kinderspielplatz des Aufhamer Kindergartens nicht gerade üppig bemessen und würde wohl durch eine Erweiterung der Kubatur von Feuerwehrhaus und Kindergarten auf dem vorhandenen Areal wohl noch weiter eingeengt werden müssen.


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Nachgemeinderatsversammlung Miteinand für Anger e.V. vom 12.07.2017
Schwerpunkte der Versammlung: Sondersitzung Gemeinderat wegen diverser anstehender Investitionen, in Aufham Ausbau und Sanierung Kindergarten sowie Bau eines Feuerwehrgerätehauses, Erweiterung Rathaus und weitere mögliche Bauvorhaben zur Abwägung.
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