Impressionen der Sommerferienbetreuung 2021


Freizeit, Fröhlichkeit, Spaß und Spielen – unter diesem Motto ist die zweiwöchige Ferienbetreuung der Grundschulkinder in Anger gestartet, wobei die erste Woche wie im Fluge bereits vergangen ist. 

Bereits am ersten Tag, der stets entspannt angegangen wird und dem gegenseitigen Kennenlernen dient, stand ein kindgerechter Töpferkurs auf dem Programm, bei dem für alle immerhin ein schmucker und haltbarer Müslibecher entstand und die Kinder unter der Anleitung von Andrea Helminger einen ersten Einblick in die Geheimnisse der Töpferei erhielten.

Deutlich mehr Spannung versprach dann schon die Exkursion im Nationalpark, wobei diesmal das Klausbachtal Ziel einer kleinen Naturwanderung war. Überall, man musste nur ganz genau hinsehen, kreuchte und fleuchte es, ob am Boden, in abgestorbenen Baumstämmen oder aber im Wasser des Klausbachs. Hier zeigt sich, wie vielfältig die Natur sich entwickelt, im Kleinen wie im Großen, wenn sich denn der Mensch in seinen Aktivitäten nur etwas zurückhält. Zwar ließen sich die kürzlich ausgesetzten Bartgeier nicht sehen, doch viele Spuren am Waldboden zeigten unter Anleitung der begleitenden Ranger, dass dort reges Treiben herrscht und das Rotwild ab den Abendstunden, dann ganz unter sich, fleißig unterwegs ist.

In eine ganz andere Welt tauchten die Kinder ein bei der Führung auf der Fürmannalm am folgenden Tag. Obwohl auch hier viel Natur vorherrscht und das dortige Almleben Ökologie und Ökonomie auf vorbildliche Weise verbindet, sind es hier die Kühe, die artgerecht gehalten werden, die Hühner, die viel Auslauf haben und dafür sorgen, dass nur frische Lebensmittel auf den Tisch kommen. Und schließlich gehört auch eine kleine Almwanderung dazu, die einen herrlichen Ausblick auf den Ort Anger bis hin zum Waginger See erlaubte.

Damit das Programm für die Kinder nicht zu anstrengend wird, steht wöchentlich ein Tag im Zeichen von Schwimmbad, Sport, Wandern und Spielplatz. Nur, Petrus hatte diesmal so gar kein Einsehen mit solchen Wünschen und so blieb, neben viel Zeit zum Spielen, nur eine kleine Wanderung zum Biobauernhof Kamml im nahen Aufham. Der dann allerdings zu einem kleinen Erlebnis wurde. Die Kinder, immerhin nahezu fünfzig an der Zahl, erhielten einen Einblick in eine Landwirtschaft, die sich an den natürlichen Abläufen orientiert, bei der die Kühe, natürlich freilaufend, im Familienverband bleiben, wobei das gleiche für die Hühner gilt, die ebenfalls im Einklang mit der Natur leben dürfen. 

Schubkarrenrennen, Apfeltauchen, Reitstiefellaufen, Hufeisenwerfen und Heuballenstapeln waren dann beim Besuch auf dem Isländer-Reiterhof am Irlberg angesagt. Und schließlich durften die Kinder sich künstlerisch betätigen, in dem sie alte Hufeisen phantasievoll verzierten und bemalten und schließlich auch mit nach Hause nehmen durften. Aber vor allem der gekonnte Umgang mit den manchmal scheuen, aber meist doch sehr einfühlsamen Pferden stand im Vordergrund eines Tages, der von Elisabeth und Christian Bauer, den Betreibern des Reiterhofes und ihrem Helferteam, mit viel Herzblut vorbereitet und ausgefüllt worden war. 

Und noch einen erfreulichen Aspekt zeigte die erste Ferienwoche – die Grundschulkinder aus Anger und Piding werden zweimal wöchentlich auf Corona-Viren getestet und zwar jeweils mit positivem, weil negativem Ergebnis.                   

 

09.0.2021 G. Wolf